Blackjack ist ein sehr einfaches Spiel, und man möchte meinen dass es da wenig zu überlegen gibt. Tatsächlich aber spielen die Mathematik und die Wahrscheinlichkeitsrechnung ein große Rolle, und wer sich damit etwas auskennt, kann seine Gewinnchancen erhöhen oder die der Bank etwas senken.

Man unterscheidet bei der Strategie zunächst zwischen einer weichen und einer harten Hand. Bei der harten Hand hat man kein Ass im Blatt, bei der weichen Hand hat man mindestens ein Ass. Ein Sonderfall ist es, wenn man zwei Asse hat. Grund für den Unterschied ist, dass ein Ass sowohl den Wert eins als auch den Wert 11 haben kann.

Man kann nun eine Tabelle erstellen, die auf der einen Seite die Punkte (ohne Ass) auflistet, in der Regel endend mit 17, und auf der andere, horizontalen Spalte zeigt, wie die Punkte des Dealers sind. Mit ein wenig Wahrscheinlichkeitsrechnung kann man nun herausfinden, wie wahrscheinlich es zum Beispiel ist, das wenn man selbst 16 Punkte hat, der Dealer aber nur drei Punkte, er das Spiel gewinnt. Diese Tabellen geben in der Regel an, ob man dann eine Karte halten sollte, ob man eine Karte nehmen sollte oder ob man sogar verdoppeln oder aufteilen soll (wenn es die Regeln erlauben).

Hat man ein Ass auf der Hand, ergibt sich wegen der unterschiedlichen Wertigkeit ein etwas anderes Bild. Zeigt die erste Karte des Dealers eine 5 oder 6, ist bei einem Ass auf der eigene Hand die Chance groß, gewinnen zu können, vor allem wenn die zweite Karte einen Wert zwischen vier und sieben hat. Das bedeutet, dass man in diesem Fall es wagen kann, den Einsatz zu verdoppeln.

Bei Paaren kann man in den meisten Fällen die Hand teilen. Hat man zum Beispiel zwei Karten mit dem Wert fünf, dann kann man daraus zwei Hände machen, und damit den Hausvorteil verringern. Allerdings ist das nicht immer angebracht. Als Faustregel gilt: Asse und Achten immer teilen, bei Fünfer-Paaren und bei Zehner-Paaren aber nicht.